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Sache ... Sächeli Von einem Korb und zehn Seifen, von Energie durch Militärschokolade und der Thurgauer Botschaft in Bern

Schaffhauser Nachrichten, 18.01.2017

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Pentti Aellig

  • Verwunderung am Montag imKantonsrat: Zu Ihrer Wahl alsRegierungspräsidentinfürs Jahr 2017 erhielt RegierungsrätinRosmarie Widmer Gyselvon Ihrer Fraktion nicht etwa einen bunten Blumenstrauss geschenkt, sondern bekam einenKorb: und zwar einen richtigen, darin zwei eingetopfteWeinreben, ein paar bunteGiesskännli. Am Korb waren zehn Seifen befestigt. Seifen? Das sei nicht etwa aus hy­gienischen Gründen, sondern eine kleine Klettgauer Anspielung für die Magistratin aus Wilchingen, sagteVirginia Stoll(SVP, ebenfalls Wilchingen).«Ä Zaane voll Saapfe d Laatere abschlaapfe»,lautet bekanntlich ein alter Spruch, der die Eigenarten des Chläggi-Lokaldialekts demons­triert. Schon ein originelles Völkchen, diese Klettgauer!(lbb)
  • Widmer Gysel empfing aber nicht nur, sie verteilte auch, und zwarMilitärschokolade.Der Empfänger war SVP-Parteichef und Neu-KantonsratPentti Aellig(Bild). Die Schoggi-Energie war dringend nötig, denn am Montag traf sich der Kantonsrat gleich zu einerDoppelsitzung. Und wieso Militärschokolade? Widmer Gysel ist auch kantonaleMilitärdirektorinund zudemOberstder Armee.(zge)
  • Moderatorin Daniela Lager hat ganz am Anfang ihrer Karriere beiRadio Munot gearbeitet. AnSchaffhausendenkt sie immer wieder gern zurück. Vor allem eines imponiere ihr hier besonders: «Die Menschen habeneine gewisse Zivilcourage,eine hohe soziale Kontrolle. Nicht nur im Stil, dass man aus dem Fenster schaut und weiss, der Nachbar ist wieder erst um zwei nach Hause gekommen. Sondern vielmehr, dass die Leute gut informiert sind und verstehen, was sich in derLokalpolitikum sie herum tut.» Daher würden sie wohl auch auf Entscheidungen von Politikernemotional stärkerreagieren. Lager könnte sich vorstellen, dass dieser Umstand etwas mit demStimmzwangzu tun hat. «Wobei Zwang ja an sich nichts Schönes ist», räumt die 52-Jährige ein. Trotzdem beschäftige sie immer wieder eine Frage, vor allem wenn sie dieStimmbeteiligungbeieidgenössischenundkommunalen Abstimmungenin Zürich sehe: Wie weit hat der Stimmzwang in Schaffhausen einpolitisches Bewusstseingeschaffen?(mcg).
  • Apropos Daniela Lagerund ihre neue Moderation bei«Persönlich»(SRF 1). Für ihre nächste Sendung am Samstag, 21. Januar 2017, um 13.30 Uhr hat sie diegebürtige SchaffhauserinAriane Ehrateingeladen. Die einstigeSchweizer Skirennfahrerinist heute Tourismusdirektorin von Engadin St. Moritz. In derselben Sendung wird auchAuma Obama,die Schwester von Barack Obama, interviewt.(mcg).
  • Wer hat in Bern schon eine eigene Botschaft?Der Kanton Thurgau.Und zwar im Diplomatenviertel. «Thurgau Botschaft » steht auf dem Schild beim Eingangstor zurVilla Bomonti.Und eine Kantonsfahne schmückt das Haus. Wie kommt’s, darf man sich da fragen. Was hat der Thurgau speziell, dass er in Bern eine Botschaft unterhält. Nun, ganz so stimmt das nicht. Es handelt sich dabei nämlich um eine seht gut eingefädelteMarketingoffensivevonThurgau Tourismus.Die Liegenschaft, in der einst dernigerianische Botschafterzu Hause war – 14 Zimmer, 9 Bäder – stand im letzten Sommer zumVerkauf.Und so konnte Thurgau Tourismus dort im letzten Juni für zwei Tage zuMarketingzweckeneinziehen und eine eigene Botschaft eröffnen. Weil die Liegenschaft immer noch ausgeschrieben ist, blieben dortFahne und Schild aus dem Thurgaueinfach hängen. Laut der «Ostschweiz am Sonntag» soll Tourismuschef Rolf Müller im Sommer auch die benachbartenDiplomatengeladen haben. Da sie Müller offenbar für einen Diplomaten hielten, bekommt der nun immer noch Gegeneinladungen, und es gibt Anfragen. Denn auf der Tafel stehen nach wie vorTelefonnummer und Internetadresse von Thurgau Tourismus.Ob sich dies konkret in Übernachtungszahlen in Mostindienniederschlägt, ist unklar. Fest steht dagegen: Der Marketinggag ist gut. Vielleicht können die Schaffhauser ja auch bald einmal eine temporäre Botschaft in Bern oder anderswo eröffnen.(efr.)