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Die Lehre als Baustein für die Zukunft

Schaffhauser Nachrichten, 09.05.2006 von Arnold Sigg

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Die Lehrlingsausbildung und die Landwirtschaft standen im Mittelpunkt des diesjährigen Wirtschaftsapéros Thayngen.

Bereits zum achten Mal fand der vom Gemeinderat organisierte Thaynger Wirtschaftsapéro statt. Diesmal auf einem Bauernhof im heutigen Dorfteil Barzheim. So fanden sich gegen 90 geladene Gäste beim stattlichen Hof der landwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Christoph Brütsch (Barzheim) sowie Jakob und Lydia Brütsch (Griesbacherhof Schaffhausen) ein. Die illustre Gästeschar umfasste unter anderen Nationalrat Gerold Bührer, die Thaynger Behördemitglieder und Kantonsräte des Reiats sowie, auch grenzüberschreitend, die Vertreter der Nachbargemeinden sowie von Handel und Gewerbe. Im Namen des Gemeinderates begrüsste der Thaynger Gemeindepräsident Bernhard Müller die Anwesenden. Gemäss Bernhard Müller bilden die Betriebe des Reiats nämlich gegen 180 Lehrlinge aus, davon etwa zehn allein in der Thaynger Verwaltung. Zudem habe die Landwirtschaft in der Region «in den letzten fünf Jahren rund 15 Millionen Franken in Bauten investiert».

Einführungsgesetz zum Berufsbildungsgesetz

Regierungsrätin und Erziehungsdirektorin Rosmarie Widmer Gysel stellte anschliessend das zur Abstimmung kommende kantonale Einführungsgesetz zum eidgenössischen Berufsbildungsgesetz vor. Nach den Beratungen im Kantonsrat sei die Vorlage ein Produkt von «politischer Ausgewogenheit, das auf die aktuellen Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet ist». Somit präsentierte sich nun dem Stimmbürger ein Gesetz, das für die Berufsbildung einen wichtigen Baustein für die Zukunft darstelle und einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schaffhausen leiste.

Mit der nötigen Portion Humor stellte danach Werner Bührer, Ausbildungsberater und Prüfungsleiter des kantonalen Berufsbildungsamtes, seine Arbeit vor. So wurden zum Beispiel an der Lehrabschlussprüfung in diesem Jahr 563 Kandidaten geprüft. Werner Bührer stellte dem kantonalen Einführungsgesetz zur Berufsbildung ein gutes Zeugnis aus, obwohl die neuen Begriffe noch etwas Unbehagen bereiten.

Von Rindermast bis Kürbiskern

Nun folgte nach einführenden Worten von Hofgutleiter Christian Brütsch und seinem in landwirtschaftlicher Gemeinschaft stehendem Vater Jakob Brütsch, der den Griesbacherhof in Schaffhausen bewirtschaftet, ein Rundgang durch den ansehnlichen Landwirtschaftbetrieb. Dabei wurde offenkundig, dass heutzutage ein Bauernhof ohne unternehmerische Prinzipien nicht mehr über die Runden kommt. Schon das Firmenlogo «Brütsch erdverbunden» deutet darauf hin. Dominant und eindrücklich präsentiert sich beispielsweise die Rindermast mit 240 Tieren, welche je nach Jahreszeit am Tag drei bis sechs Tonnen Futter brauchen. Ebenfalls stiess die Kompostierung der regionalen Grünabfälle auf grosses Interesse. Auch der Kürbisanbau zur Öl- und Kerngewinnung inklusive Vermarktung beeindruckte. Auch auf dem Gebiet der Lehrlingsausbildung ist die Hofgemeinschaft Brütsch aktiv. So steht momentan ein Landwirtlehrling aus dem bündnerischen Safiental bei ihr in Ausbildung.

Gelegenheit zur Kontaktpflege

Der nachfolgende Imbiss mit verschiedenen Würsten, Kartoffel- und Grünsalat sowie Thaynger Weinen sorgte unter den Teilnehmern für zahlreichen Gesprächsstoff über die gebotenen Themen und trug zur Kontaktpflege untereinander bei. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch der Hinweis der Gastgeber, dass das benützte Kartonessgeschirr bis hin zu Gabel und Messer biologisch abbaubar sei. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Hofgemeinschaft Brütsch ihre Produkte nach biologischen Gründsätzen bewirtschaftet.

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